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÷kologische Bedeutung

In der Literatur ist die Bergulme als wichtiges Falter- und Insektenn”hrgeh–lz erw”hnt, wobei die Zahl der verschiedenen Insektenarten auf Ulmen zwischen 80 und 300 liegt. Eine weitere Bedeutung kommt dem Streu zu, welches schnell abgebaut wird und somit pflegende Wirkung auf den Boden hat.

 

Kulturgeschichtliche Bedeutung

In der altnordischen Mythologie wird ¸berliefert, dass der Mann aus der Esche hervorgeht und die Frau aus der Ulme. Auch im alten Griechenland hatte die Ulme eine Bedeutung. Sie stand f¸r den G–tterboten Hermes, der die Seelen der Verstorbenen vor den Weltenrichter begleitet. Eng verbunden mit Hermes ist das Symbol der Ulme f¸r Tod und Trauer im Altertum. In gewissen Regionen, wie S¸dfrankreich, ist die Ulme jedoch der Baum der Gerechtigkeit und ¸bernimmt dort die Stellung der Linde.

Die Verwendung der Ulme beschr”nkte sich fr¸her nicht nur auf das Holz, sondern es wurde auch die Asche (Pottasche) f¸r die Glasherstellung und der Bast als Bindematerial genutzt. Als Besonderheit des Holzes sei hier noch die angebliche Resistenz gegen F”ulnis erw”hnt, solange es feucht bleibt. Man benutzte das Ulmenholz daher oft f¸r Wasserleitungen. Weiter dienten die Bl”tter der Ulme im Mittelalter als Viehfutter und auch von Menschen wurden das Laub und die Fr¸chte in Notzeiten verzehrt. Die Rinde der Ulme wurde einerseits zum Gelbf”rben und Gerben genutzt, andererseits als Tee gegen Durchfall oder in Pulverform gegen Hauterkrankungen. Auch der Bast zeigt Heilwirkung. Die Gerbstoffe und der Pflanzenschleim wirken blutstillend und schleiml–send.

 

Ulmenlaub